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Premium Theme oder Custom Theme?

Hat man sich entschieden eine WordPress-Site ins Leben zu rufen, kommt es zu vielen Fragen und Nuancen, die man am besten in Vorfeld klärt. Eine von denen heißt eben: was ist besser, ein Premium-Theme oder Custom Theme zu verwenden. Custom als selbst entwickelt oder jemanden entwickeln lassen. Diese Frage versuchen wir in diesem Ratgeber-Beitrag anzugehen und zu beantworten.

Was ist ein Premium-Theme?

Was ist eigentlich ein Premium Theme?Tja, was ist es eigentlich? Es gibt zig Tausende Anbieter im Internet, die sich stolz „WordPress-Premium-Theme-Anbieter“ nennen und dementsprechend „Premium-Themes“ vertreiben, zu welchen Konditionen auch immer. Wir bei WP-THEME e.U. haben uns umfassend mit der Frage auseinandergesetzt und die Kriterien unserer Kundschaft berücksichtigt.

Folgende Kriterien muss ein Premium-WordPpress-Theme aus unserer Sicht erfüllen:

  • Kompatibilität zu/mit letzter Version von CMS WordPress
  • Kompatibilität zu allen gängigen Browsers, wie etwa Chrome, Firefox, Safari, aber auch zu Edge und zumindest zu den Internet Explorer Versionen 11 und 10.
  • Regelmäßige Theme-Updates und Bug-Fixes
  • I.d.R. ist die Kompatibilität zu eShop-Lösung WooCommerce ebenfalls vorausgesetzt, wobei ein auf WooCommerce programmiertes Theme durchaus zu empfehlen ist.
  • Kompatibilität mit Visual Composer (virtueller Editor) wie WPBakery Page Builder und/oder Elementor
  • Kompatibilität zu Sprach-Plug-In WPML
  • Vorbereitet für die Monitore mit (sehr) hoher Auflösung, Retina & Co.
  • Vorbereitet für die Verwendung von Gutenberg. Heißt aber, dass Classic Editor weiterhin verwendet werden kann.

WICHIGER HINWEIS: ich werde einzelne Aspekte einzeln angehen und erklären, entweder weiter unten in diesem Beitrag oder in weiteren Beiträgen auf unserer Blogseite.

Schöne und nützliche Extras, die ein Premium-WordPress-Theme haben kann

Somit die Arbeit mit einem Premium-WordPress-Theme möglichst reibungslos und effektiv stattfindet, wären folgende Theme-Funktionen nicht verkehrt:

  • Import-Funktion für Demo-Daten, inklusive Auswahlmöglichkeiten, was importiert werden muss. Z.B. ob man nur die Inhalte, nur Widgets, nur die Einstellungen oder alles ohne Media-Dateien importieren möchte.
  • Erweiterte Gestaltungsmöglichkeiten für einzelne Bereiche. In etwa: Anpassung von Logo, Header, Main-Content, Sidebars/Widgets, Footer, 404-Seite, Wartungsmodus, Kontakt-Seite und Links zu Social-Media-Kanäle.
  • Die Möglichkeiten eigenes CSS- oder js-Code einzufügen. Auch SVG-Verwendung wäre nicht verkehrt.
  • Einbindung von Google-Schiften-Bibliothek und die Möglichkeit, diese zu deaktivieren
  • Vereinfachte Einbindung von Google-Analytics oder anderen Tracking-Diensten.
  • Übergangsanimation für die Seiten und Transition-Effekte
  • „Nach oben Button“ um schnell zu Start der Seite zu scrollen
  • Smooth Scroll, um die Seiten schöne zu scrollen
  • Google-Maps-Einbindung. I.d.R. benötigt man noch einen zusätzlichen Schlüssel, um die Google-Maps-Dienste zu aktivieren.
  • Favicon-Erstellung.
  • jQuery-Bibliotheken zum Teil oder vollständig abzuschalten.
  • Diverse Slider (Revolution oder LayerSlider), Timeline-Sektionen, Counter und Zähler für Frontend, die die visuelle Gestaltung einer WordPress-Site deutlich vereinfachen.
  • u.v.m.

Was ist ein selbst geschriebenes (custom) WordPress-Theme?

Der Name spricht eigentlich für sich. Ein selbstgeschriebenes, manchmal auch „eigenes oder custom Theme“ genannt, kann man entweder selbst programmieren oder jemanden damit beauftragen. Die wichtigsten Funktionen und Bausteine sind auf WordPress-Seiten ausführlich beschrieben worden. Es gibt auch jede Menge Tutorials im Netz, um ein WordPress-Theme selbst zu erstellen.

Die Frage ist Ihnen überlassen, ob Sie das selbst versuchen oder lieber einen Fachmann suchen. Es kann sehr schnell viel Zeitaufwand entstehen, man kann hingegen relativ viel Geld damit sparen. Ein selbstgeschriebenes WordPpress-Theme muss einige wichtige Dateien beinhalten.

Beispielsweise:

  • Was ein WordPress Custom Theme unbedingt beinhalten mussfunctions.php
  • style.css
  • index.php
  • single.php
  • header.php
  • footer.php
  • usw.

Es gibt jede Menge Unterschiede zwischen einem fertig erstellten (Premium)-Theme und einem neuen (selbst) geschriebenen. Einer der wichtigsten: ein Premium-Theme beinhaltet sehr viele eingebaute Funktionen, Features und Einstellungen, die man in ein selbstgeschriebenes Theme erstmal einprogrammieren muss.

Selbst die einfachsten Features, wie etwa Favicon(s) oder Logo, müssen einprogrammiert werden. Bei einem Premium-Theme braucht man ein Logo oder ein Favicon nur noch hochladen und speichern. Und weiter: in einem Premium-Theme benötigt man für Favicons nur ein einziges Bild. Die restlichen Favicons für alle möglichen Geräte produziert ein Script quasi aus diesem einen Bild. Bei selbstgeschriebenem Theme müsste man eine solche Funktion zuerst programmieren. Ansonsten erstellt man alle notwenigen Favicons selbst und fügt diese in die Datei header.php ein.

Das wäre nur ein Beispiel. Wobei das Erweitern von einem selbstgeschriebenen WordPress-Theme um eine oder andere Funktion oder Feature wäre nicht so schwer, wie das auf ersten Blick scheint. Man muss aber sich von Anfang an in Klarem sein: ein selbstgeschriebenes Theme, ganz gleich von wem erstellt, muss/wird nur das beinhalten, was tatsächlich benötigt wird. Ein Premium-Theme hingegen hat sofort viele Features und Optionen, die man einsetzen und verwenden kann.

Hat Premium also die Nase vorn?

Nicht unbedingt.

Klar, man kann ein Premium-Theme installieren und sofort loslegen. Die obenerwähnten Features erlauben es leicht und locker eine Website relativ schnell zu erstellen und online zu stellen. Auch die Demo-Import-Funktion ist bei einem entsprechenden Hosting sehr hilfreich, sollte man sich eine schnelle und unkonventionelle Lösung wünschen.

Auch die Preisfrage ist nicht unwichtig: man kann ein Theme schon für 50-70 USD erwerben – hierzulande fangen allein die Stundensätze bei IT-ler und Programmierer bei 50-60 EUR an. Netto, wohlgemerkt. Und bei IT-Agenturen gibt es nach oben nur wenig Grenzen. Heißt: 100,120, 150 EUR netto pro Stunde – alles ist möglich. Dementsprechend wird ein Custom Theme im Auftrag niemals soviel kosten, wie ein Premium-Theme.

Und will man bei Google PageSpeed Insights punkten, machen viele Premium-Themes das Leben unnötig schwer – über die Gründe kann man sich streiten. Ob alle Vorschläge, die man bei Google PSI mit Lighthouse-Algorithmus erhält auch vernünftig sind, steht es auch in Sternen. Ein gute Punkteanzahl möchte man trotzdem haben und das wäre aus unserer Sicht mit ein Custom Theme einfacher zu erreichen als mit einem fertigen Premium.

Was nun?

Worauf ich meine Kunden immer aufmerksam mache, sind die Ladezeiten einer Website. Bekanntlich sind die Ladezeiten nicht nur unseren werten Besuchern, sondern auch dem Suchmaschinengiganten Google enorm wichtig. Ladezeiten fließen direkt ins Suchmaschinen-Ranking und man sollte sie auf keinem Fall ignorieren. Vorausgesetzt natürlich, dass man mit seiner Website bei Suchmaschinen und bei eigenen Besuchern punkten möchte.

Sind die Premium-Themes also langsam bzw. haben sie schlechtere Ladezeiten als die Custom-Themes?

Nein, nicht unbedingt. Wobei das Ganze hängt von Theme zu Theme ab.

Fakt ist: die vielen Features und Funktionen eines Premium-Themes bedeuten viele Skripts und unzählige Codezeilen. Sowohl funktionell (js und Co), als auch designtechnisch (css, Styles & Co). Viele Premium-Themes-Anbieter versuchen mit einem Theme möglichst viele Kunden zu erreichen. Schließlich macht man in einem solchen Fall Kasse nur durch die Masse. Was keineswegs verboten, negativ oder despektierlich ist.

Wordpress Premium Themes bei Themeforest

Siehe Premium Themes bei Themeforest wie Avada, BeTheme, Enfold, Flatsome oder Bridge – zusammen haben sie mehr als 1 Mio Sales.

1 Mio Sales. Das wirklich eine beachtliche Zahl. Um aber auf 100.000 Sales zu kommen, ist man quasi dazu gezwungen in bzw. mit einem Theme möglichst viel anbieten zu können. D.h. man kann bspw. mit einem Bridge Theme sowohl eine Website für eine tolle WordPress Agentur aus Berlin, als auch ein WooCommerce-Shop mit dem ersten Online-Brautkleid-Konfigurator weltweit erstellen.

Aber die vielen Skripts bleiben in dem Theme weiterhin enthalten. Somit kann man unter Vorbehalt eine Schlussfolgerung daraus ziehen, dass ein selbstgeschriebendes eigenes WordPress-Theme, schnellere Ladezeiten haben kann als ein Premium-Theme. Soweit, zumindest, die Theorie.

So oder so, die Ladezeiten jeder Website müssen optimiert werden. Ganz gleich, ob mit Premium-Theme oder mit Custom-Theme: eine Website muss möglichst schnell laden. Und die Optimierung der Ladezeiten geht mit beiden Theme-Arten (premium und custom). Man muss nur wissen WIE.

Außerdem achten die Theme-Anbieter vor Major-Releases schon drauf, dass ihre Themes schnell laden. I.d.R. sprechen die Support-Themes von maximal 2 Sekunden Ladezeit. Inwieweit das stimmt, muss man einzeln checken. Gerade bei Themeforest-Anbieter schwanken diese Werte, siehe zB den Unterschied auf Demo-Seite von Bridge-Theme und Demo-Seite von Flatsome: Bridge-Demo lädt extrem lange im Vergleich zu Flatsome.

Das Theme Flatsome hat sowieso einen extrem schlanken Code, was gut für die Ladezeiten ist. Bei Bridge dagegen hat man die Möglichkeit die einzelnen jQuery-Scripte aus Backend heraus zu deaktivieren. Das ist definitiv ein Vorteil. Wenn man zB keine jQuery Akkordeons gerade braucht, deaktiviert man die Script-Einbindung mit 2 Klicks.

Dennoch: wie schnell eine Website tatsächlich laden wird, hängt von vielen Faktoren ab. Auch die zahlreichen Skripte, die in einzelnen Fällen das Rendern der Website durch Suchmaschinen-Bots blockieren, können negativ auf Ladezeiten wirken.
Man muss also ganz genau abwägen, was einem wichtig(er) ist. Grob gesagt: je weniger Skripte eingebunden werden, desto besser muss die Seite laden und/oder gerendert werden. Aber nicht nur Skripte blockieren das Rendern und verlangsamen die Ladezeiten. Das können auch Medien-Dateien sein.

Preis-Leistung-Sieger: ein Premium-Theme?

Das kann man vorsichtig behaupten. Zumal ein Premium-Theme auch zahlreiche Plug-Ins beinhaltet, die ansonsten kostenpflichtig zu erwerben seien. Auch die Pro-Versionen vieler Plug-Ins sind in vielen Premium-Themes inklusive. Ist man kein Fachmann, um eigenes Custom Theme zu erstellen und muss jemanden kostenpflichtig beauftragen, so gehen die Kosten schnell nach oben. Aus dieser Perspektive ist der Preis-Leistung-Sieger definitiv ein fertiges bzw. vorgefertigtes Premium-Theme. 

Fazit

Wie viele Web-Projekte individuell sind, so ist auch die Wahl zwischen Premium Theme und Custom Theme strikt individuell. Es muss im Endeffekt individuell entschieden werden, was Ihnen wichtiger ist. Für den Start empfiehlt es sich ein gutes Premium-Theme einzusetzen. Und vlt. kann man mit diesem Theme eben viele gute Erfolge feiern und komfortabel arbeiten. Zumal ein solches Theme – im Normallfall – immer wieder Updates erhält und zu den aktuellen Versionen des CMS WordPress kompatibel gemacht wird. Im Idealfall verlaufen auch die künftigen Updates reibungslos und einwandfrei – was leider nicht immer der Fall war. Aber vlt. schaffen das die Theme-Anbieter  in nächster Zeit doch. 🙂

Sollten Sie sich nicht entscheiden können – stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Verfügung!

P.S.: Die Anleitung ist natürlich nicht die Wahrheit in letzter Instanz und die Kommentarfunktion wurde aktiviert. Sollten Sie also etwas zu ergänzen oder zu vervollständigen haben, so freuen wir uns auf zahlreichen Rückmeldungen!

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